Smart Meter Gateway Administration

Komplexität auslagern

 

Im Zuge der gesetzlich vorgeschriebenen Einführung von intelligenten Messsystemen steht aktuell der eigentliche Rollout im Vordergrund der Diskussion. Jedoch sollte der operative Betrieb zeitnah in die Betrachtung mit aufgenommen werden, denn der Verantwortungsbereich des SMGA erstreckt sich von der Bestellung und Inbetriebnahme des SMGW bis hin zur Überwachung des Regelbetriebs und Durchführung von Wechselprozessen.

Insbesondere ist durch den SMGA die SMGW-Kommunikation aufzubauen und ein entsprechendes Monitoring, speziell hinsichtlich des Zertifikate-Handlings, einzurichten. Hier stehen künftige SMGA vor Herausforderungen, die erfahrungsgemäß aktuell nicht oder unzureichend in die Planungen aufgenommen werden.

Die Einführung der Marktkommunikation u.a. im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben zu GPKE und GeLi Gas hat in der Vergangenheit bereits gezeigt, dass die systemtechnische Umstellung und die Kommunikation mit anderen Marktteilnehmern nicht sofort reibungslos funktionieren. Auch bei den nun anstehenden Neuerungen der SMGW-Kommunikation ist mit ähnlichen Herausforderungen, insbesondere aufgrund der technischen Komplexität des Zertifikate-Handlings, zu rechnen.

Konkret werden zu Beginn des operativen Betriebs vermehrt fehlerhafte Nachrichten auftreten. Hierfür kurz- bzw. mittelfristig entsprechende Kapazitäten in der eigenen Organisation zu planen und einen umfangreichen Know-how-Aufbau durchzuführen, ist aus Sicht von ESSAI nicht zielführend. Grund ist, dass es sich bei der Fehlerbearbeitung um stark volatile und temporäre Aufwände handeln wird bis alle Marktteilnehmer eine voll funktionsfähige Kommunikations-IT implementiert haben. Zudem erfordert die geplante Infrastruktur ein hohes technisches Verständnis bei der Fehleridentifikation. Einen möglichen Lösungsansatz, um den anfänglichen Herausforderungen gerecht zu werden, bietet hier On- oder Offshore-Outsourcing.